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„Alte Rebe“

 

 

 

 

Solange ich noch etwas lebe
Trink ich sehr gern die „Alte Rebe“
Die holt sich jeder Philosoph
direkt vom Magdalenbenhof

Dies Riesling-Spätles, feinherb,
verhindert, daß ich schneller sterb.
Es tötet in mir alle Keime
und fördert immer neue Reime.

Es treibt die Gicht aus den Gelenken
und man kann deutlich besser denken.
Die Muskeln kriegen noch mehr Kraft,
das Hirn schwimmt in dem Rebensaft.

Am Ende ist man wirklich weise,
verschwunden ist im Kopf die Meise.
Man hat womöglich einen sitzen
und fürchtet sich nicht mehr vor Blitzen.

Vielleicht sinkt man nachtwandlerisch
krachend unter einen Tisch,
doch schon nach einer kurzen Drehung
folgt umgehend die Auferstehung.

Ich kann, selbst ohne mich zu quälen,
die „Alte Rebe“ sehr empfehlen!

 

 

 

Dieser Vers entstand,
ohne groß Gewalt
von unserem
Rheingau Barde und Humorist

Winfried Rathke